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Pornosucht als Christ

Hallo Freunde. Ich würde gern ein Thema ansprechen, über dass es oft nicht leicht ist zu reden. Fast jeder kommt früher oder später damit in Konfrontation, aber keiner will es zugeben. Die Menge an Nutzern steigt stetig weiter und es wird immer normaler. Ich persönlich muss selbst zugeben, dass ich auch betroffen, und leider sehr anfällig darauf bin. Vielleicht erzähl ich mal kurz was über mich, und etwas von meiner Lebensgeschichte. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf, mit meinen Eltern, einer älteren Schwester, und einem älteren Bruder. Ich war der Nachzügler, mit einem Abstand von etwa 6 Jahren. Schon in jungen Jahren stand ich unter einem nicht ganz so guten Einfluss, durch meinen Bruder, und auch durch Freunde. Ich würde sagen dass ich so etwa die erste Erfahrung mit Pornografie machte, als ich 12 war. Irgendwie hat es ein Stück weit dazugehört um cool zu sein. Ich glaube in der der Zeit hatte ich auch etwa meinen ersten Kontakt mit Tabak und Alkohol. Im laufe der Zeit nahm die Menge an solchen Produkten zu, und es war ein fester Bestandteil meines Lebens.(irgendwie echt traurig das so zu schreiben, wie viel ich eigentlich von meiner Kindheit durch so einen Mist verloren hab/mittlerweile bin ich übrigens 22) Als ich dann etwa 14 war, hatte ich meine Konfirmation(ich bin in einem Christlichen Elternhaus aufgewachsen) und was aber viel wichtiger war, ich habe mich dafür entschieden, Jesus in mein Leben zu lassen. Komischerweise könnte ich dennoch meine altes "wildes" Leben genau so weiterführen, und trotzdem Jesus in mein Leben lassen. Zumindest glaubte ich das. Es hat aber nicht lange gedauert bis ich gecheckt hab, dass Gott will, dass ich davon wegkomm, doch bis zu dem Augenblick hab ich das bestimmt anders gesehen. Ich glaube es verging viel Zeit, bis wirklich eine Wende in mein Leben einzog. Mein nächster Lebensabschnitt war mein Mittelschulabschluss. Ich hab mich entschlossen danach noch mein Abi nachzuholen, was ich dann auch begonnen hab. Leider hatte ich dort in der Schule auch keine besonders guten Einfluss, und mein Höhepunkt des Konsums an Alkohol, Tabak und Pornografie war erreicht. Nach einem Jahr hab ich kapituliert. Ich hab mich absolut nicht auf die Schule konzentriert, und war einfach grottenschlecht. Also hab ich mir eine Ausbildung gesucht, und auch einen sehr guten Ausbildungsplatz zum Zerspanungmechaniker gefunden. Genau zum Beginn meiner Ausbildung lernte ich meine damalige Freundin kennen, und das war meine erste richtig große Wende. durch sie habe ich aufgehört mit rauchen und trinken, und vorerst habe ich es geschafft mich von der Pornographie zu lösen. Doch mit der Zeit schlich sich die Pornographie wieder in mein Leben. Leise und nichtsahnend. Es begann wieder harmlos mit einfachen Modelbildern, aber es wird dann immer schlimmer, man will immer mehr, und das sucht man sich auch. Gerade im Zeitalter des Internets hat man ja freien Zugriff auf ALLES. Es wurde eine richtige Last. Irgendwann war ich soweit meiner Freundin alles zu Beichten. Für sie brach ersteinmal eine Welt zusammen(das kann ich total nachvollziehen). Aber es pegelte sich alles wieder ein. Eine ganze Weile später haben wir beide eingesehen, dass hinter der Beziehung kein Sinn mehr steckt( was aber nichts mit Pornos zu tun hatte). Also haben wir uns entschieden getrennte Wege zu gehen. Ich zog in meine eigene Wohnung und war erstmal für ein halbes Jahr allein. Dann irgendwann lernte ich meine jetzige Freundin kennen, und es war total magisch. Wir sind uns in fast jedem Thema einig, und alles passt wunderbar. Ich bin echt unheimlich glücklich sie zu haben. Sie macht aus mir etwas absolut besonderes, und ich kann zu 100% sagen ich will keine andere. Sie ist meine Traumfrau, und Sie gibt mir absolut alles was ich brauch. Und dennoch schleicht sich, auch erst wieder nach eine Weile und beiweiten nicht so extrem, diese Sucht in meinem Leben ein. Und ich kann sagen, dass ist schmerzhaft. Ich fühl mich Wehrlos, versuch es so gut es geht einzudämmen, und das hilft schon einmal viel. Aber ich bin noch weit von einem Punkt Weg an denen ich sagen kann dass ich vollkommen clean bin. Ich möchte einfach mal die These in den Raum werfen, dass Pornosucht ein ernst zu nehmende psychische Krankheit ist, die einen innerlich auffrisst. Man weiß, dass es Falsch ist. Ich würde sogar behaupten, dass man einen in sich einen 2. Mensch schafft, der aber nicht an das Tageslicht darf. ich glaube dass sehr viel Männer verstehen wovon ich hier berichte. Frauen sehen das leider anders, und deswegen möchte ich ein Wort an alle Frauen richten die das lesen. Wenn ihr mitbekommt dass eure Männer solche Probleme haben, dann bitte handelt. Aber Sensibel. Ich kann euch versichern( also zumindest ist das in meinem Fall so) dass eure Männer euch lieben. Diese Sucht hat meiner Ansicht nach nichts damit zu tun, dass wir nicht das bei euch finden was wir suchen. Es ist einfach ein echt bekloppter Drang den man nicht beschreiben kann. Es hat absolut nichts mit euch zu tun. Fühlt euch deswegen nicht minderwertig, dafür gibt es keinen Grund. Ihr seit wunderbare Geschöpfe. Ich für meinen Teil will versuchen diese Sucht mit Hilfe dieses Blogs loszuwerden. Ich möchte dass als mein öffentliches Tagebuch nutzen. Ich will in regelmäßigen Abständen Einträge verfassen wie es mir mit meiner Enthaltsamkeit geht. Ich hoffe dass viele Menschen ihn lesen werden, damit ich einen Reiz hab dass weiter durchzuziehen und um euch nicht zu enttäuschen. Ich hoffe auch, dass ich euch inspirieren kann, den selben Weg einzuschlagen. Lasst es uns tun, für unsere Frauen, und für die Gesundheit unserer Seelen. Seid gesegnet.
10.10.14 12:30


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